27.02.2017 – Unser erster Harold

…war noch nicht abendfüllend, und Publikum schaute auch nicht zu. Trotzdem – wir probierten aus, was Elisa und Raphael uns vom Seminar am vergangenen Wochenende mitbrachten:

Wir erzählten Geschichten und loopten einzelne Sätze – und fühlten die Schwere eines Kneipenabends alter Männer, die lange Vergangenes rekapitulierten.

Und wir spielten unseren ersten Harold. Ungewohnt, noch eher kurz, aber von der Form her ein tolles Format, das Spontaneität mit zunehmender Storykomplexität verbindet. Besonders berührt waren wir von der „Beschwörung“, die am Anfang dieses Formats steht: Ein Gegenstand aus dem Publikum steht in der Mitte der Gruppe, dann formuliert die Gruppe Sätze über diesen Gegenstand: Zunächst einfache Beobachtungen, dann Assoziationen bis hin zu abgedrehten Metaphern, die einmünden in das Mantra für die kommenden Szenen.

Wir waren geflasht von der existentiellen Tiefe, die sich damit erzeugen lässt. Eine sonderbare Erfahrung – und ein Ausweg aus der Gag-Manie im Impro.